Kita Grashüpfer Holtenau e.V.
Kita Grashüpfer Holtenau e.V.

Konzept

Inhalt

 

  • Träger

  • Lage

  • Räumlichkeiten

  • Gruppe

  • Personal

  • Maßnahmen zur Qualitätssicherung

  • Aufnahme

  • Öffnungszeiten

  • Schließzeiten

  • Eingewöhnung

  • Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit

     

    • Bewegung

    • Bildung

    • Beziehung

 

  • Ziele unserer pädagogischen Arbeit

     

    • Bewegung

    • Bildung

    • Beziehung

 

  • Bild vom Kind

    • Streben nach Autonomie

    • Streben nach Selbstverwirklichung

    • Ziel- und Sinnorientierung

    • Ganzheit

    • Rückschlüsse für unsere Arbeit

 

 

  • Die Beteiligung von Kindern

  • Schutz des Kindeswohl

  • Die Rolle der Erzieher

  • Junge – Mädchen

  • Interkulturelle Arbeit

  • Übergang Kita – Schule

  • Beobachten und Dokumentieren

  • Elternarbeit

  • Tagesablauf

 

 

 

 

 

 

Träger

 

Die „Kita Grashüpfer Holtenau e. V.“ ist ein eingetragener Verein, Grundlage des Vereins ist die Vereinssatzung.

 

Lage

 

Die Grashüpfer befinden sich im Stadtteil Holtenau auf dem Gelände des Sportvereins „TuS-Holtenau“ am Rande des Stadtteils. In der Nähe ist ein Spielplatz, liegt der Nord-Ostsee-Kanal, ein Kleingartengelände und ein Waldgebiet.

 

Räumlichkeiten

 

Ein großer Tobe- und Bewegungsraum bietet Raum für viel freie Entfaltung (überwiegend leerer Raum mit Materialien zur freien Gestaltung und Entfaltung der eigenen Fantasie mit – z.B. Kleinen Bänke, Matten, Tüchern, Seilen, Pylonen, Bällen, Reifen und andere Bewegungsgeräten und Kleinmaterialien.

 

Wir verfügen über zwei Gruppenräume.

 

Einer lädt überwiegend zum freien Spiel und zur kreativen Gestaltung des Raumes ein. Als Rückzugsmöglichkeit steht eine Lese- und Kuschelecke sowie ein gemütliches Sofa zur Verfügung.

 

Ein zweiter Raum steht zum Lernen, Basteln, Werken, Malen, Experimentieren und Essen zur Verfügung.

 

Außengelände:

Plattengelände zum Roller, Pedalo und zum Laufrad fahren sowie zum Kreidemalen, Gummitwist, Seilspringen, für Hüpf- und Murmelspiele,usw.

Rasenfläche mit Fußballtoren, große Sandkiste, Spielschiff, Aschebahn, Ascheplatz,...

 

Gruppe

 

In der Einrichtung werden 20 Kinder von 3 – 6 Jahren in einer Elementargruppe betreut. Die Kinder haben die Möglichkeit verschiedene Entwicklungsstadien in der Gruppe zu durchleben. Sie erfahren sich sowohl in der Rolle der Großen als auch in der Rolle der Kleinen. Die Kleinen lernen durch Nachahmung von den Großen. Die Großen lernen Verantwortung in der Gruppe zu übernehmen und bilden Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme aus.

 

Darüber hinaus entsprechen wir den Bedürfnissen und Interessen der Kinder unterschiedlichen Alters in regelmäßigen Gruppenaktivitäten. Hierfür teilen wir die Gruppe zeitweise für die Dauer verschiedener Projekte in die Gruppe der „kleinen Grashüpfer“ (3-5 Jährige) und in die Gruppe der „großen Grashüpfer“ (5-6 Jährige).

 

Personal:

 

Grund- und Hauptschullehrerin mit einer Zusatzausbildung als Elternberaterin

Erzieherin mit einer Zusatzausbildung als Elternberaterin

SPA-Kraft

FSJler

 

Maßnahmen zur Qualitätssicherung:

 

Das Team trifft sich regelmäßig zur Teamsitzung und bildet sich fort. Es ist bestrebt, die Pädagogische Arbeit zu hinterfragen, anzupassen und weiter zu entwickeln.

Die Leitung trifft sich regelmäßig mit dem QE-Arbeitskreis des Dachverbandes. Dort wird gemeinsam mit anderen Elterninitiativen an einem Qualitätsrahmenhandbuch geschrieben.

Die Leitung arbeitet derzeit an einem eigenen Qualitätshandbuch für die Grashüpfer.

1x jährlich findet ein Evaluationstag statt.

An der Konzeptentwicklung wird fortlaufend gearbeitet.

Die Bedürfnisse der Eltern erfragen wir in regelmäßigen Elterngesprächen und lassen sie in unsere Arbeit mit einfließen.

Wir arbeiten mit dem Sportverein zusammen.

Wir arbeiten mit dem Pastor zusammen.

Wir arbeiten mit der Schulleiterin der Grundschule Holtenau zusammen.

Wir arbeiten mit den Klassenlehrern der Grundschule Holtenau zusammen.

Wir arbeiten mit den Schulärzten zusammen.

 

 

Aufnahme:

Voraussetzung für die Aufnahme ist die Übereinstimmung mit dem Konzept der Einrichtung. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

 

 

Öffnungszeiten

 

Täglich von 8.00 – 16.00 Uhr

 

Schließzeiten

 

3 Wochen in den Sommerferien

zwischen Weihnachten und Neujahr

1 Tag im Jahr zur internen Qualitäts- und Konzeptentwicklung

einige Tage in den Oster- und Herbstferien

 

 

Eingewöhnungszeit

 

Zur Eingewöhnung sollten sich die Eltern entsprechend Zeit nehmen, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, sich entsprechend ihres sozialen Entwicklungsstandes in den Kindergarten einzuleben.

Beim Ablöseprozess stehen wir den Eltern unterstützend und beratend bei Seite.

 

 

Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit

 

Bewegung, Bildung und Beziehung

 

 

Bewegung

Entwicklung ist die schrittweise Eroberung von Lebensräumen. Zu den ersten Erfahrungen des Menschen gehört, dass der eigene Leib von der übrigen Welt getrennt ist.

 

Sich bewegen und wahrnehmen ermöglicht erste Raumerfahrungen. Die Bewegung des Kindes im Raum macht eine zunächst fremde Welt mehr und mehr zu einer vertrauten Umgebung. Für eine ganzheitliche Entwicklung sind vielfältige Bewegungserfahrungen unverzichtbar:

 

  • Den eigenen Körper durch Bewegung kennen lernen.

  • Ein Bild von sich selbst entwickeln.

  • Im Bewegen die Umwelt erkunden & gestalten.

  • Sich durch Bewegung verständigen.

  • Sich im Bewegen mit anderen vergleichen & messen.

  • Sich durch Bewegung ausdrücken.

  • Sich beim Bewegen anstrengen oder entspannen.

 

 

Psychomotorische BewegungserfahrungenPsychomotorische Bewegungserfahrungen ermöglichen eine gesunde ganzheitliche Entwicklung der individuellen Möglichkeiten.

 

Der Körper ist ein wichtiger Mittler von Selbständigkeit. Vor allem über die körperlich-motorischen Erfahrungen wird dem Kind das Streben nach Unabhängigkeit bewusst.

 

Durch vielfältige Bewegungserfahrungen lernt das Kind seinen Körper, den eigenen Möglichkeiten entsprechend, im Streben nach Autonomie einzusetzen. Hierbei gilt es weniger eine bestimmte sportliche Leistung zu erreichen als vielmehr darum, den Kindern durch psychomotorische Erfahrungen Gelegenheiten zu bieten in denen sie ihre schöpferischen Kräfte entfalten können, in denen es auf seine Umwelt einwirkt und sie nach seinen Vorstellungen entfalten kann. Das Bild des Kindes als eigenständiges, aktives und selbstbestimmtes Wesen, das sich die Welt über Bewegung sinnlich aneignet, prägt die praktische Vorgehensweise.

 

Im Vordergrund stehen hierbei erlebnisorientierte Bewegungsangebote, die dem Kind die Möglichkeit geben, sich selbst als wichtiges Mitglied der Gruppe zu erfahren, die den Aufbau eines positiven Selbstkonzeptes unterstützen und die ihm Erfahrungen des Selber-Wirksam-Seins vermitteln.

Bewegungserlebnisse sollen zur Stabilisierung der Persönlichkeit beitragen und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken. Motorischen Schwächen und Störungen soll durch die Auseinandersetzung des Kindes mit sich selbst und seiner Umwelt entgegengewirkt werden.

 

Ziel der psychomotorischen Förderung ist es, die Eigentätigkeit des Kindes zu fördern, es zum selbständigen Handeln anzuregen, durch Erfahrungen in der Gruppe zu einer Erweiterung der Handlungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit beizutragen. Sie beinhaltet spezielle Fördermöglichkeiten vor allem in den Bereichen der Wahrnehmung, des Köpererlebens und der Körpererfahrung und des sozialen Lernens, die gerade für bewegungsauffällige Kinder integrierend und fördernd wirken können und ihnen den Zugang zur Bewegung – wieder – erschließen helfen.

 

Bewegungserfahrungen vermitteln dem Kind die Erfahrung sinnvollen Handelns, ohne ein festgelegtes Ziel zu verfolgen. Sie sind vielmehr prozessorientiert als ergebnisorientiert. Bewegung und Spiel werden um ihrer selbst willen ausgeführt, nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“.

Das Bewegungshandeln spiegelt die Verflechtung emotionaler, kognitiver und sozialer Anteile wieder, da Bewegung immer auch Ausdruck der Gesamtbefindlichkeit des Kindes ist.

 

Durch:

Körper-Erfahrungen/Selbst-Erfahrungen – z. B. Wahrnehmungen und Erleben des eigenen Körpers, Sinneserfahrungen, Körperbewusstsein, Erfahren der körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten; der Körper als Spiegel des psychischen Erlebens, Akzeptanz der eigenen Person.

 

Material-Erfahrungen – z. B. Auseinandersetzung mit den räumlichen und dinglichen Gegebenheiten der Umwelt, Erfahren physikalischer Gesetzmäßigkeiten (z. B. Gleichgewicht, Schwerkraft, Widerstand, Fliehkraft), sich den materialen Eigenschaften der Objekte anpassen bzw. sie sich passend machen, erkundendes und experimentelles Lernen über Bewegung.

 

Sozial-Erfahrungen – z. B. mit anderen über Bewegung kommunizieren, Regeln aufstellen und flexibel mit ihnen umgehen, Erfahren von Nähe und Distanz, von Kooperation und Konkurrenz.

 

Neben den psychomotorischen Bewegungsangeboten schulen wir die Kinder in verschiedenen variablen Projekten auch im erlernen gezielter Bewegungstechniken wie z. B.:

 

  • Ballschule

  • Ticker- und Kooperationsspiele

  • Kinderyoga & Traumreisen

  • Angeleitete Bewegungseinheiten zur Schulung der Koordination

  • Zusammenarbeit mit Sportverein und Schule

  • regelmäßige angeleitete Turnstunde in einer Bewegungslandschaft in der Schulsporthalle.

  • Wassergewöhnungskurs

  • Ausdauerlauftraining

  • Teilnahme am Laufabzeichen der Grund- und Hauptschule Holtenau

  • Teilnahme an der Bewegungsbaustelle der Grundschule Holtenau

  • Fahrradfrühförderung

  • Rollertraining

 

 

Bildung

Laut den schleswig-holsteinischen Bildungsleitlinien sind Kindertagesstätten vor allem Bildungseinrichtungen. Das Fundament für Bildung wird im Kindergarten gelegt.

 

Kaum ein anderes Wesen ist nach der Geburt so hilflos wie der Mensch. Er ist unfähig, seine Bewegungen zu koordinieren, sich zu ernähren oder körperlich zu versorgen. Die Sinne sind noch wenig differenziert.

 

Kinder verfügen über eine unglaubliche Lernfähigkeit, die es ihnen ermöglicht, innerhalb der ersten Jahre all das zu lernen, was sie zum Leben brauchen werden. Der angeborene Mangel wird durch diese besondere Lernfähigkeit kompensiert. Doch auch in Bezug auf das Lernen befindet sich der Mensch zunächst in völliger Abhängigkeit von seiner Umgebung.

Alle Möglichkeiten zur Entfaltung seiner Persönlichkeit sind in ihm bereits angelegt, seine individuellen Eigenheiten ebenso, wie die Fähigkeit zu lernen und seine Sinne und Bewegungen zu schulen. Gerade während der ersten Jahre sind Kinder darauf angewiesen, dass ihnen Hilfe angeboten wird. Sie müssen vor allem Anreize vorfinden, die ihre Sinne schulen. Zur Entwicklung der Persönlichkeit brauchen Kinder soziale Bindungen, lernanregende Materialien, Situationen, die dem Kind eigene Erfahrungen ermöglichen. Es braucht die Gelegenheit, sein Handeln selbst zu inszenieren, sich auszuprobieren, eigene Lösungswege zu suchen und Fehler machen zu dürfen.

 

Kinder brauchen Erwachsene, die ihnen eine derartige Erforschung ihrer Umwelt ermöglichen. Von Seiten der Erwachsenen bedarf es hierbei im gleichen Maße Hilfestellung sowie Zurückhaltung.

 

Die Gestaltung der Umwelt, die Planung der Lernumgebung und die Auswahl der geplanten Angebote, zielen vor allem darauf ab, Bewegung, Spielen, Selbstorganisation, Förderung von Kreativität und Phantasie zu ermöglichen. Darüber hinaus nehmen wir aber ebenso unsere Verantwortung wahr, Kinder aktiv beim Lernen zu begleiten.

 

Kinder eignen sich ihr Wissen spielerisch an. Sie brauchen vor allem Gelegenheiten, sich spielerisch selbst zu bilden, in dem sie handelnd tätig werden. Das Kind im Kindergartenalter ist vor allem der Akteur seiner eigenen Entwicklung.

 

Hierfür stellen wir den Kindern Raum, Zeit und Material zur Verfügung und geben Impulse. Wir verstehen uns in diesem Rahmen als Berater und Begleiter das eigene Handeln selbst zu initiieren.

 

Daneben bieten wir aber auch Zeiten an, in denen wir den Kindern, die für ihr Handeln notwendigen Kompetenzen vermitteln. Durch Beobachtung der individuellen Bedürfnisse der Kinder entwickeln wir gemeinsam mit den Kindern Bildungsinhalte und bauen sie aus.

 

Wir orientieren uns dabei an den schleswig-holsteinischen Bildungsleitlinien in den Bereichen:

 

  • musisch-ästhetische Bildung,

  • Körper, Gesundheit und Bewegung,

  • Sprache, Zeichen, Schrift und Kommunikation,

  • Mathematik, Naturwissenschaft und Technik,

  • Kultur, Gesellschaft und Politik,

  • Ethik, Religion und Philosophie

     

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit bildet die Gestaltung des Überganges in die Schule und die Förderung schulpflichtiger Kinder. Über die Verfahren und Inhalte wurde in Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Schule eine verbindliche Vereinbarung nach dem § 5 KiTaG (5) getroffen.

 

 

Beziehung

Die Bindungs- und Beziehungsfähigkeit prägt nachhaltig die seelische Widerstandskraft.

 

Sicher gebundene Kinder verfügen über mehr Empathiefähigkeit, sind frustrationstoleranter, sozial kompetenter und stabiler. Sie können den Widrigkeiten des Lebens stabiler begegnen.

 

Zu einer guten Bindungsfähigkeit gehört es, Gefühle wahrzunehmen, anzunehmen, sie auszudrücken und zu leben, sowie mit den daraus erwachsenen Situationen umzugehen.

 

In gesunden Beziehungen haben die Menschen gelernt authentisch zu leben, Gefühle zu zeigen und darauf zu verzichten Gefühle vorzutäuschen.

 

Aus verschiedenen Studien wissen wir um die Bedeutung der Bindungs- und Beziehugsfähigkeit im Kindergartenalter.

 

Die individuelle Entwicklung des Kindes ist nachhaltig von den Interaktionserfahrungen mit den Bezugspersonen abhängig. Das „ICH“ entwickelt sich am „DU“.

 

Durch feinfühlige Bindung entwickelt das Kind Vertrauen in das „Draußen“ und „Drinnen“.

 

Fehlende Bindungsfähigkeit hingegen ist ein möglicher Vorläufer psychischer Erkrankungen.

 

Die Stärkung der Beziehungskompetenz in der Kita ist abhängig von dem Bindungshintergrund der Erzieher:

 

  • feinfühlige Grundhaltung

  • eigene Gefühle regulieren können

  • über eine Idee des eigenes Bindungsstils verfügen

 

Es bedarf eines inneren Verständnisses des Kindes. Wie reagieren Bezugspersonen auf ein Wüten des Kindes? Verstehen sie neben dem unerwünschten Verhalten auch die dahinterliegende Not, die fehlende Möglichkeit eigene Emotionen zu regulieren? Stehen ihnen hier Kompetenzen zur Verfügung, dem Kind Zugang zu den eigenen Emotionen und dahinterliegenden Bedürfnissen zu ermöglichen? Gelingt es der Bezugsperson aus einem inneren Verstehen heraus gemeinsam mit dem Kind einen sozialverträglichen Umgang mit unerwünschtem Verhalten zu erarbeiten?

 

Wichtig ist es, einen verständnisvollen, freundlichen, empathischen und authentischen Zugang zu dem Kind zu schaffen, das ihm eine Grundlage von Vertrauen und Geborgenheit bietet.

 

Doch auch bei aller Professionalität und engagiertem Bemühen der Erzieher kann mit dem besten Willen der Welt keine öffentliche Tagesbetreuung ein zufriedenstellendes emotionales Umfeld für Kinder sein.

 

Die elterliche Bindung befriedigt den Bedarf nach Sicherheit, nach Exploration, die Freude am Körperkontakt, das Interesse an Fremdkontakten, das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, die Freude an Kommunikation und das Bedürfnis nach Emotionsregulation, das die Kita in diesem Ausmaß nicht leisten kann.

 

Es besteht ein Unterschied in der Bindungsbeziehung von Kindern zu ihren Eltern und zu Erziehern.

 

Kinder neigen in Kitas den Anweisungen zu folgen und begreifen sich als Teil der Gruppe.

 

Mit zunehmender Gruppengröße sinkt die Möglichkeit zur sicheren Bindung.

 

Bewusst haben wir ein Konzept entwickelt, in dem wir die Kinder in möglichst kleinen Gruppen betreuen und altersangemessen fördern.


 

Wir als Kita möchten die Familie gern ergänzen und unterstützen, nicht aber ersetzen. Für eine gesunde Entwicklung im Kindergartenalter ist es wichtig, dass Kinder viel Zeit mit ihren Eltern und ihrer Familie verbringen. Wir möchten Eltern in ihrer Rolle als wichtigste Bezugsperson für ihr Kind gern stärken und begleiten.


 

  • Elternschule

 

Unsere Gesellschaft ist im Wandel und es bedarf veränderte Angebote, um auf die veränderten Bedürfnisse und Problematiken eingehen zu können.

 

Durch die veränderte Kindheit (Medien, enge Terminkalender, veränderte Umwelt,...) stehen Eltern wie Pädagogen vor einer neuen Herausforderung Kinder in ihrer gesunden Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten.

 

Die Welt eignet sich nicht mehr, ungefiltert für ein gesundes Aufwachsen von Kindern. Sie benötigen geschützte Räume.

 

Mehr als ein Viertel aller 3 – 5 jährigen Kinder in Deutschland leiden unter Sprachentwicklungsstörungen (die häufig mit motorischen Defiziten einhergehen und zu Schulschwierigkeiten führen können). Die Zahlen entwickeln sich mit steigender Tendenz.

 

Wie kann es in einer hochtechnisierten Gesellschaft wie unserer dazu kommen? Wir können in Sekunden eine Nachricht über die Erde schicken, aber unseren Kindern fällt es zunehmend schwer auf einem Bein zu hüpfen, für auch nur kurze Zeit still zu sitzen, eine Schleife zu binden...

 

In den letzten 20 – 25 Jahren hat sich die Kindheit extrem verändert. Die Sozialstruktur Familie – Vater, Mutter, Kinder und Großeltern – wie es sie früher einmal gab, findet man kaum noch.

 

Alleinerziehende und Patchworkfamilien sind zur überwiegenden Lebensform geworden.

 

Mütterliche und väterliche Instinkte gehen zunehmend verloren. Die elementarsten Dinge werden häufig nicht mehr aus dem Gefühl heraus richtig gemacht. Trotz allem intellektuellem Wissen fühlen sich Eltern oft in ihrer Erziehungsaufgabe unsicher. Viele Schwierigkeiten hätten unsere Großmütter trotz weniger Intellektualität mit mehr Intuition gemeistert, da sie über einen gesunden Instinkt verfügten.

 

Die Erziehungsarbeit findet durch Krippen, lange Öffnungszeiten der KiTas, Ganztagsschulen,... zunehmend außerhalb der Familie statt.

 

Wir möchten die Beziehung zwischen Eltern und Kindern stärken und die Eltern beratend begleiten und unterstützen.

 

Wir möchten Eltern in separaten Beratungsgesprächen ermutigen und begleiten zu ihrer eigenen, inneren Erziehungskompetenz zurückzufinden.

 

Gemeinsam mit den Eltern lernen wir Erziehungsprobleme in ihrer Vielschichtigkeit zu erkennen. Oft liegen hinter einer offensichtlichen Schwierigkeit noch weitere und tiefere Probleme verborgen. Wir begleiten Eltern, die auf der Suche nach den eigentlichen Ursachen für bestimmte Schwierigkeiten sind.

 

Wir möchten Eltern sowie Kindern helfen, ihre Probleme weniger zu denken als viel mehr zu fühlen, um zu verstehen, worum es wirklich geht. Unser Ziel ist es, die Eltern in Kontakt zu bringen mit ihrer eigenen Intuition und dies mit Wissen verbinden.

Über den Bereich der Elternarbeit im Kindergarten hinaus bieten wir im Rahmen unserer Elternberaterausbildung bei Bedarf Beratungen auf ehrenamtlicher Basis an.

 

In mehrstündigen Sitzungen gehen wir gemeinsam Problemen, Sorgen und Ängsten auf den Grund. Wir erforschen mit Hilfe von kreativen und intuitiven Methoden (Arbeit mit dem Familienbrett, Arbeit mit Tüchern, Seilen, der gewaltfreien Kommunikation,…) die eigentlichen Ursachen von Problemen. Auf der Basis entdeckter und gefühlter Gefühle, suchen wir nach neuen Lösungsansätzen und eigenen Kraftquellen.

 

Der Berater hat in diesem Sinne lediglich eine begleitende Rolle und führt den Klienten an seine eigene Intuition, seine eigenen Selbstheilungskräfte heran. Diese Arbeit bereichert die Zusammenarbeit, das innere Verstehen von Zusammenhängen und eine fruchtbare Vernetzung von Elternhaus und Kindergarten und wirkt sich auch auf eine positive Entwicklung der Kinder aus.

 

Wir würden diesen Ansatz der Elternschule gerne weiter ausbauen, wenn uns die entsprechenden Gelder zur Verfügung stünden. Hierfür möchten wir Beratungsgespräche, Supervision, Themenabende, Vorträge, etc. auch für „Nichtmitglieder“ anbieten.

 

 

Ziele der pädagogischen Arbeit

 

Bewegung:

  • Entfaltung körperlich motorischer Fähigkeiten durch Bewegung und Spiel

  • Erwerb von Körperbeherrschung

  • Lernen durch Kopf, Herz und Hand

  • Entfaltung sozialer Fähigkeiten durch Bewegung und Spiel

  • Integration durch Bewegung und Spiel

  • Persönlichkeitsentwicklung durch Bewegung und Spiel

  • Bewegungsmangel entgegentreten

  • Gesundheitserziehung

  • Die Wahrnehmungsfähigkeit verbessern – den eigenen Körper kennen lernen – Grenzen austesten und erfahren.

  • Freude an der Bewegung haben

  • Förderung der Anstrengungsbereitschaft

  • Befähigung zu selbsttätigem Sport in der Freizeit

  • Kennen lernen von vielfältigen Bewegungsformen

  • Förderung der Kreativität und dem Suchen eigener Lösungsansätze

  • Förderung des probierenden, entdeckenden und variierenden Handelns

  • Wecken der Bewegungs- und Spielfreude

 

Bildung:

 

Lernkompetenz:

Kinder lernen in jeder Alltagssituation und sind die eigenen Gestalter ihrer Lerninhalte. Wir greifen die Themen der Kinder auf und bieten ihnen weiterführende Entwicklungsmöglichkeiten. Darüber hinaus bieten wir in Form von Projekten Bildungsmöglichkeiten entsprechend der Bildungsleitlinien an. Eine Ausbildung der Lernkompetenz findet z. B. statt durch:

 

  • Projektarbeiten

  • Lernstationen

  • Das Lernen lernen

  • Lernergebnisse veranschaulichen, wertschätzen

  • Die Präsentation von Lernergebnissen

  • Ein differnziertes Lernangebot nutzen

  • selbständige Organisation des eigenen Lernens

  • Helfersystheme einführen, verstehen lernen, nutzen lernen

  • Einzel-, Partner-, Guppenarbeiten

  • Durchhaltevermögen stärken

  • Wahlfreiheit sinnvoll nutzen

  • zum Mit- und Weiterdenken anregen

  • Experimentieren

  • Fehler als etwas Wertvolles verstehen lernen

  • Eigene Ansprüche (überhöter Ehrgeiz, fehlender Ehrgeiz) wahrnehmen, überdenken, weiterentwickeln

  • die eigenen und fremde Ergebnisse wertschätzen

  • Über das eigene Lernen nachdenken, Wünsche formulieren

  • Freudvolles Lernen

  • vorbereitete Lernumgebung

  • Momente der Ruhe und Konzentration

 

Hinführung zur Selbständigkeit:

  • Übungen des täglichen Lebens (abwaschen, abtrocknen, Bastelutensilien säubern, selbständiges an- und ausziehen, ein Brot schmieren...)

  • anderen helfen

  • Sich selbst Hilfe holen

  • handelnd Lernen,

  • organisieren des eigenen Spiels und der eigenen Arbeit,

  • Regeln und Rituale,

  • Schulung der Kommunikationskompetenzen,

  • Übernahme von Patenschaften,

  • Anregen zum Mit- und Weiterdenken,

  • Erarbeiten von Problemlösungsstrategien,

  • Vermitteln von Basiskompetenzen (Stifthaltung, schneiden, malen, kleben, ...)

  • den eigenen Kindergartenalltag aktiv mitgestalten

  • Bildungsangebote wahrnehmen

 

Sozialkompetenz:

  • Üben der Sozialkompetenz im Freispiel,

  • die Kinder werden zu bestimmten Helfersystemen angeleitet, wie sie sich gegenseitig unterstützen können und ein positives, verantwortungsbewusstes Gruppengefühl erhalten.

  • wir erarbeiten Konfliktlösungsstrategien,

  • wir üben uns in verschieden Aufgaben zur allgemeinen Höflichkeit, z. B. wie komme ich in einen Raum, wie formuliere ich ein Anliegen/Bedürfnis, wie gehe ich mit fremden Eigentum um...

  • wir üben uns in wertschätzender Sprache,

  • wir üben wie man sich beim Essen benimmt,

  • wir üben Rücksichtnahme , Empathiefähigkeit und Teamfähigkeit...

  • In einem Afrikaprojekt werden die Kinder zu interkulturellem Lernen angeleitet und helfen behinderten Kindern in Kenia mit dem Erlös eines Basars und machen in einem Theaterstück auf die Armut, die es in unserer Welt gibt aufmerksam.

  • wir lernen gewaltfreie Kommunikation,

  • wir üben uns im „aktiven Zuhören“,

  • wir lernen eigene, wie auch fremde Bedürfnisse wahrzunehmen und zu formulieren.

 

 

Beziehung:

  • In kleinen Gruppen versuchen wir einen Zugang zu der Persönlichkeit jedes Kindes zu bekommen, um es bestmöglich in seiner Entwicklung unterstützen zu können.

  • Kontakt und Vertrauen schaffen,

  • Augenhöhe in der Beziehungsebene schaffen,

  • liebevoller, humorvoller, authentischer und klarer Umgang,

  • Kinder als das sehen, was sie sind, sie dort abholen, wo sie stehen,

  • eindeutige Regeln und Grenzen,

  • Wertschätzung der unterschiedlichen Persönlichkeiten,

  • ehrliches Interesse das Kind als das kennenzulernen, was es wirklich ist (nicht wie es scheint zu sein...),

  • Gespräche

 

 

Bild vom Kind

 

  • Streben nach Autonomie

Jeder Mensch strebt nach Autonomie. Ziel, Sinn und Zweck menschlichen Lebens ist es, sich aus den Abhängigkeiten, in den jeder Mensch zu Beginn seines Lebens steckt, zu befreien. Mit wachsender Beherrschung seines Körpers strebt jeder Mensch nach zunehmender Unabhängigkeit von äußerer Kontrolle. Zur Findung und Reifung des eigenen Selbst bedarf es dem Streben nach Autonomie, um in die eigene Entwicklung eingreifen zu können und Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen zu können.

Nur ein Individuum, das für sich selbst verantwortlich ist, kann für sein Leben und die Gemeinschaft Verantwortung tragen. Somit bedeutet Autonomie auch immer sozial verantwortlich handeln zu können.

Die menschliche Entwicklung muss neben der Autonomie aber auch immer im Zusammenhang sozialer Interdependenz gesehen werden. Unsere Autonomie entwickelt und prägt sich innerhalb sozialer Beziehungen, die wir in der Familie, Kindergarten, mit Freunden,... erfahren.


 

  • Streben nach Selbstverwirklichung

Das Selbstverwirklichungsstreben gilt als die grundlegende menschliche Antriebskraft und entfaltet sich im ständigen Austausch mit der sozialen Umwelt. Der Mensch ist grundsätzlich neugierig und aktiv. Er hat das Bedürfnis, seine Umwelt zu erforschen, nach Wissen zu streben und seine schöpferischen Fähigkeiten zu entfalten.


 

  • Ziel- und Sinnorientierung

Eine wichtige Voraussetzung für ein erfülltes Leben ist, dass elementare Bedürfnisse nach Sicherheit und Liebe befriedigt werden.


 

  • Ganzheit

An jeder Handlung ist immer der ganze Mensch beteiligt. Psychische, kognitive, emotionale und soziale Prozesse stehen in einer kausalen Abhängigkeit zueinander. Körper, Seele und Geist werden als eine untrennbare Einheit betrachtet.


 

  • Rückschlüsse für unsere Arbeit

 

Wir meinen, Kinder brauchen für eine gesunde Entwicklung:

 

  • Bindung und Beziehung

  • Bewegung

  • Bildung

  • Einen festen Rhythmus, der ihnen Sicherheit gibt.

  • Rituale, an denen sie sich orientieren können.

  • Gestaltungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten.

  • Regeln, die sie mitgestalten und einhalten lernen.

  • Bewegung & Spiel, durch die sie sich ausdrücken und ausprobieren können.

  • Geborgenheit, um Vertrauen in andere entwickeln zu können.

  • Raumanker, an denen sie sich orientieren können.

  • Zeit, um zu spielen, auszuprobieren und zu experimentieren.

  • Freunde.

  • Das Lernen mit allen Sinnen.

  • Die grundlegende Befähigung zu selbständigem Handeln.

  • Stärkung des eigenverantwortlichen Handelns.

  • Hilfe zur Selbsthilfe.

  • Verständnis.

  • Kreative Gestaltungsmöglichkeiten, um sich selbst auszudrücken.

  • Empathie.

  • Raum und Ausdrucksmöglichkeiten für Gefühle.

  • Stärkung des Selbstvertrauens.

  • Raum zum Spielen, Malen, Basteln, Feiern, Reden, Zuhören, Bücher anschauen,...

  • Stärkung der eigenen Persönlichkeit.

  • Förderung der individuellen Stärken und Defiziten.

  • Stärkung des Verantwortungsbewusstseins.

 

Die Grundlage für unsere Arbeit ist, dass sich die Kinder bei uns wohlfühlen. Damit dies gelingt, gilt für uns, dass wir die Kinder mit ihrer Persönlichkeit und ihrer Individualität annehmen und respektieren.

 

Es ist uns wichtig, die Kinder zu sozialem Denken und Handeln anzuleiten und ihnen ihr positives wie auch negatives Verhalten liebevoll zu spiegeln, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich sozial weiterzuentwickeln.

 

 

 

Die Beteiligung von Kindern

 

Im täglichen Morgen- und Abschlusskreis haben die Kinder Gelegenheit:

  • über Sorgen, Ängste und Wünsche zu sprechen. Sensibel greifen die Erzieher und Kinder Themen des Tages auf und stellen sie zur Diskussion. Die Kinder werden dazu angeleitet, eigene Gefühle zu formulieren und die Gefühle anderer zu respektieren.

  • Spielwünsche zu formulieren.

  • Alltagsangebote auszuwählen.

  • Die Gestaltung von Festen und Projekten mitzuplanen.

  • Ideen und Wünsche für Ausflüge zu sammeln...

 

Jedes Kind hat jeder Zeit die Möglichkeit bei Sorgen oder Problemen um ein Vieraugengespräch zu bitten. Ebenso gibt es die Möglichkeit einen Gesprächstermin gemeinsam mit den Eltern zu vereinbaren.

 

Wir leiten die Kinder an, Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln um selbständig und unabhängig ihr eigenes Leben gestalten zu können.

 

Wir sensibilisieren die Kinder eigene und fremde Bedürfnisse wahrzunehmen und ausdrücken zu können.

 

Wir versuchen die Befindlichkeiten der Kinder durch aufmerksame Beobachtung und sensibles erfühlen zu erspüren und versuchen entsprechend ihrer individuellen Persönlichkeiten mit ihnen auf emotionaler Ebene in stetigem Kontakt zu bleiben.

 

 

Schutz des Kindeswohls

 

Die MitarbeiterInnen des Vereins „Die Grashüpfer“ nehmen den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach den Vorgaben des im Dachverband der Eltern-Kind-Gruppen entwickelten Handlungsverfahrens wahr. Damit ist die Umsetzung des Schutzauftrages nach § 8a sowie die Vorgaben des § 72 SGB VIII und des § 9 Kinderschutzgesetz gewährleistet.

 

Zur Abschätzung des Gefährdungsrisikos ist entsprechend den gesetzlichen Vorgaben des § 8a Abs. 4, Satz 2 die Hinzuziehung einer insoweit erfahrenen Fachkraft vorgeschrieben. Laut Kooperationsvereinbarung zwischen dem Dachverband und dem Kinderschutz-Zentrum Kiel wenden sich die Erzieherinnen der Grashüpfer im Bedarfsfall an die insoweit erfahrenen Fachkräfte des Kinderschutz-Zentrums.

Dokumentationsbögen zur Erkennung gewichtiger Anhaltspunkte einer vermuteten Kindeswohlgefährdung liegen in der Einrichtung vor.

 

In Teamsitzungen findet ein regelmäßiger Austausch über Verhaltensänderungen und -auffälligkeiten statt.

Als ausgebildete Elternberaterinnen führen die Erzieherinnen fortlaufende Gespräche mit allen Eltern und begleiten die Eltern präventiv.

 

Die Erzieherinnen nehmen am regelmäßig stattfinden Erfahrungsaustausch zwischen Dachverband und Kinderschutz-Zentrum teil und informieren sich dort über aktuelle Belange des Kinderschutzes.

 

 

Rolle der Erzieher

 

Unser Ziel ist es, den Kindern Raum und Möglichkeiten für ihre persönliche Entwicklung zu geben, ihnen Neugierde und den Spaß am Spielen, Lernen und gemeinsamen Erleben zu ermöglichen. Jedes Kind braucht Raum und Zeit, um die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten zu entwickeln und zu erweitern.

 

Unterstützend möchten wir durch verschiedene Aktionen und Projekte den Kindern Basiskompetenzen für selbständiges Handeln sowie Bildung im Sinne der Bildungsleitlinien vermitteln. Die Erzieher verstehen wir als Beobachter, Begleiter und Berater, um die Kinder in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen.

 

Kern unserer Arbeit ist zu jedem Kind eine individuelle Beziehung herzustellen, jedes Kind in seiner einzigartigen Persönlichkeit kennen und schätzen zu lernen. Eine positive Entwicklung von Kindern basiert vor allem auf den Faktoren der Sicherheit, der Geborgenheit, der Bindung und der inneren Freude.

 

Wir streben einen Humorvollen, offenen Umgang mit den Kindern an und versuchen die Individualität der Kinder durch Beobachtung, durch offenes Interesse für die jeweiligen Gefühle der Kinder und dem sensiblen Einfühlen zu begreifen.

 

 

Junge – Mädchen

 

Wir haben ein Bewusstsein für geschlechtsspezifische Rollen und sorgen in unserem Angebot an Themen, Materialien, Medien, Farben, Aktivitäten,... dafür dass Jungen und Mädchen die Möglichkeit haben Rollen auszuprobieren und Handlungsalternativen zu entwickeln.

 

 

Interkulturelles Lernen

 

Die interkulturelle Arbeit im Kindergartenalltag findet durch das einbinden und aufgreifen alltäglicher Berührungspunkte im Tagesgeschehen statt. Je nach Möglichkeiten greifen wir gerne situative Gegebenheiten auf. Über Elternbeteiligungen, in Form von z. B. Vorlesen auf Plattdeutsch, Einblick in andere Religionen, Sitten und Bräuche, Englische Sprachspiele,... freuen wir uns immer.

 

Darüber hinaus arbeiten wir einmal im Jahr an einem Afrikaprojekt mit einem abschließenden Basar.

 

Im Rahmen dieses Projektes beschäftigen sich die Kindergartenkinder mit dem Thema Afrika.

Sie befassen sich mit einer fremden Kultur, den Menschen, dem Land, den Sitten und Bräuchen. Sie lernen etwas darüber, wie Kinder in ärmeren Ländern leben und was Deutschland von Kenia unterscheidet.


Im Mittelpunkt unserer Einheit steht das Projekt „Kinder helfen Kindern – Förderkreis Wandumbi“ – eine Initiative einer Kieler Realschule, die behinderte Kinder in Kenia unterstützt.

In Kenia müssen die Eltern viel Geld dafür bezahlen, damit ihre Kinder eine Schule besuchen dürfen. Oft sind die Eltern jedoch so arm, dass sie dieses Schulgeld nicht bezahlen können oder höchstens ihre „gesunden“ Kinder in die Schule schicken, die mit einem späteren Arbeitseinkommen auch die Familie unterstützen können.

Zu Hause sind die Eltern mit ihren behinderten Kindern oft überfordert, da ein solches Kind in Afrika gemeinhin noch als eine „Strafe Gottes“ gilt. So lernen die schwächsten Mitglieder einer Gesellschaft kaum ihren Alltag zu bewältigen, geschweige denn das Lesen oder Schreiben.


Der Förderkreis Wandumbi versucht diesen Kindern durch Patenschaften den Schulbesuch zu ermöglichen und hat in der Vergangenheit außerdem verschiedene Projekte, wie z. B. den Bau eines neuen Schlafsaales, die Anschaffung einer Regentonne, die Einrichtung einer Werkstatt, und vieles mehr unterstützt.

Die Kinder lernen eine andere Kultur mit fremden Sitten, Bräuchen, Sprachen,... kennen. Sie erhalten einen globalen Blick auf die Welt und bekommen einen Eindruck von dem Wohlstand unseres Lebensstandards. In der Regel stellen sich bei den Kindern im Laufe des Projektes Berührtheit von dem Schicksal anderer Menschen, Dankbarkeit für den eigenen Wohlstand, der Wunsch zu Helfen ein. Gemeinsam entwickeln wir Ideen und basteln Dinge, die wir auf unserem traditionellen Afrika-Basar im Frühjahr an Eltern, Verwandte, Nachbarn, Freunde und Interessierte verkaufen.

Zum Auftakt der Veranstaltung präsentieren die größeren „Grashüpfer“ in der Regel eine kleine Vorführung die wir gemeinsam gestaltet und eingeübt haben.

Die Eltern organisieren die Cafeteria und der Förderkreis Wandumbi verkauft echte kenianische Souvenire.

Je nach Engagement von Kindern, Geschwisterkindern und Eltern gab es in der Vergangenheit auch Zöpfepflechten, musikalische Unterstützung, einen Luftballonkünstler, Kinderschminken,... im Angegot

Die Einnahmen kommen den behinderten Kindern in Kenia zu Gute.

Anderen Menschen zu helfen, etwas zu tun, etwas Gutes durch das eigene Handeln zu bewirken, das Gesicht der Welt ein klein wenig zu verändern, macht die Kinder spürbar stolz und groß.

 

 

Übergang Kita – Schule

 

Der Übergang in die Schule ist für viele Kinder ein sensibles Thema. Ängste, Erwartungen und Freude verbinden sich häufig mit diesem neuen Lebensabschnitt.

 

Wir begleiten die Kinder in diesem Prozess einfühlsam und bieten in Zusammenarbeit mit der Grundschule im Laufe des letzten Kindergartenjahres verschiedene Aktionen an, die es den Kindern erleichtern soll, sich das neue Umfeld Schule vertraut zu machen:

 

  • Teilnahme am Lauftag der Grundschule

  • Teilnahme an der Bewegungsbaustelle der Grundschule

  • regelmäßige Turnstunden in der Schulsporthalle

  • regelmäßige Schnupperstunden

  • Besuch der Präsentationstage der Grundschule

  • evtl. Mitwirken am Einschulungsgottesdienstes

  • Schulranzentag

  • Gespräche und kreative Ausdrucksmöglichkeiten über Sorgen, Ängste, Vorfreude, Erwartungen,...

 

In Zusammenarbeit mit der Schulleiterin und den Klassenlehrern der Grundschule Holtenau haben wir wesentliche Inhalte der Förderung zum Übergang in die Schule erarbeitet und diese in einem Kooperationsvertrag festgehalten.

In regelmäßigen Projekten und Aktionen werden die Kinder im letzten Jahr vor der Schule dazu angeleitet Basiskompetenzen für die Schule zu erlangen. Wenn wir Kindern nicht bestimmte Basisfähigkeiten vermitteln, beschneiden wir das Kind in der Möglichkeit die Welt in all ihrer Komplexität erleben zu können. Freiheit bedeutet in diesem Sinne, weniger frei „von etwas“ zu sein, als vielmehr „frei für etwas zu sein“. Wir ermuntern das Kind sich etwas zuzutrauen, eventuelle Anfangsschwierigkeiten zu überwinden, in seinem Tun ein gewisses Durchhaltevermögen zu entwickeln, dass nötig ist um seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

 

Vermittlung von Basisfähigkeiten für die Schule können z. B. in verschiedenen Projekten vermittelt werden:

  • Scherenführerschein,

  • Fußgängerführerschein,

  • Zahlenwerkstatt,

  • phonologisches Bewusstsein (Würzburger Trainingsprogramm)

  • Experimente,

  • Sprachförderung,

  • Schulung der Merk- und Konzentrationsfähigkeit,

  • selbständiger Umgang mit Lernmaterialien (AB, Selbstkontrollbögen, LÜK-Kasten, Lernspiele, richtiger Umgang mit dem Stift, Schnellheftern, Lineal, Radiergummi...)

 

Die Inhalte soll die Entwicklung der Kinder unterstützen und optimieren.

Ziele sind vor allem die Förderung:

 

  • der Selbständigkeit

  • der Empathie

  • der Teamfähigkeit

  • des Selbtstwertgefühls

  • der Konfliktfähigkeit

  • der Sprachkompetenz

  • der Salutogenese

  • des selbständigen Lernens

  • der Hilfsbereitschaft

  • des guten Benehmens

  • des Durchhaltevermögens

  • der Lernfreude

  • ...

 

 

Beobachten und Dokumentieren

 

Um die Förderung der Kinder optimal zu gestalten, ist es wichtig die Entwicklung kontinuierlich zu beobachten. In Zusammenarbeit mit den Eltern wollen wir die Stärken des Kindes weiterentwickeln und das Kind bei eventuellen Schwächen unterstützen und fördern. Wir halten unsere Beobachtungsergebnisse schriftlich fest und besprechen sie in regelmäßigen Abständen mit den Eltern.

 

Jedes Kind legt am Anfang eines Kindergartenjahres ein Portfolio an, in das es selbst ausgewählte Bilder oder Bastelarbeiten ablegen kann. In der Abschlussmappe erhält jedes Kind am Ende eines Kindergartenjahres, Fotos, Liedtexte, Erinnerungen und einen individuellen Text mit Anmerkungen, Wünschen und Wertschätzungen.

 

Zu einzelnen Projekten (Scherenführerschein, Fußgängerführerschein, Afrikaprojekt,...) gibt es begleitende Projektmappen, die die Lernfortschritte der Kinder dokomentieren.

 

Wir beobachten Gruppenstrukturen und das Einfinden des Einzelnen Kindes in die Gruppe.

 

Im letzten Halbjahr der Kindergartenzeit erhalten die Eltern einen ausführlichen Entwicklungsbericht.

 

 

Elternarbeit

 

Grundlage für eine gesunde und fruchtbare Entwicklung des Kindes ist die enge Zusammenarbeit von Kindergarten und Elternhaus. Eine vertrauensvolle, ehrliche, sich gegenseitig unterstützende Haltung zwischen Eltern, Kita und Kind ist unverzichtbar.

 

Wir führen für jedes Kind mit den Eltern ein Eingangsgespräch, um die Kinder in ihrer komplexen Lebensrealität kennen und verstehen zu lernen. Einblicke in Geschwisterkonstellationen, Familienverhältnisse, soziale Strukturen, Krankheitsgeschichten, Vorlieben, Eigenheiten ermöglichen uns das Verhalten der Kinder besser einordnen zu können und schneller eine vertrauensvolle Beziehung zu ihnen aufbauen zu können.

 

In fortlaufenden Gesprächen holen wir ebenso Rückmeldungen der Eltern darüber ein, wie sich das Kind nach ihrer Einschätzung nach eingelebt hat.

 

Wir verstehen die Eltern als Partner in dem Streben den Kindern die bestmöglichen Entwicklungsmöglichkeiten zu ermöglichen und sind um eine wertschätzende, respektvolle Vernetzung von Elternhaus und Kita bemüht.

Wir versuchen unseren Kindergartenalltag so gut wie möglich transparent zu machen z.B. Durch:

  • Wochenvorausschau

  • Wochenrückblicke

  • Plakate

  • Fotos

  • Berichte

  • Infomaterial zu verschiedenen Projekten

  • Homepage

 

Wir fördern die Zusammenarbeit je nach Bedarf durch:

  • Anmeldegespräche

  • Eingangsgespräche

  • Entwicklungsgespräche

  • Eltern-Kind-Gespräche

  • Infoabende

  • Schnuppertage

  • Infobriefe

  • Tür- und Angelgespräche

  • Informations- und Beratungsgespräche

  • Informationsabend zur Einschulung

  • Elternabende


 

So kann ein Tagesablauf z. B. ungefähr aussehen:

 

  • Aufwärmphase, ankommen, Freunde begrüßen, sich einfinden,...

 

  • Morgenkreis, Vorlesen, Finger-, Sing-, und Bewegungsspiele, Wahrnehmungs- und Merkspiele, Morgenrituale, ...

 

  • Bewegungszeit sowie ein differenziertes Bildungsangebot entsprechend der schleswig-holsteinischen Bildungsleitlinien

 

  • Gemeinsames Frühstück

 

  • Bewegungszeit/Draußenspielzeit sowie ein differenziertes Bildungsangebot entsprechend der schleswig-holsteinischen Bildungsleitlinien

     

  • Abschlusskreis

     

  • Abholzeit


 

Feste und Feiern

 

In Zusammenarbeit mit Eltern und Kindern stimmen wir über die jährlichen Aktivitäten ab. In der Regel finden folgende Aktivitäten statt:

 

  • Lauffest

  • Laternelaufen

  • lebendiger Adventskalender

  • Weihnachtsfeier

  • Fasching

  • Bewegungsbaustelle gemeinsam mit der Schule

  • Sommerfest mit Übernachtung für die „großen Grashüpfer“

  • Afrikabasar

 

Darüber hinaus gibt es regelmäßige Ausflüge, Strand- und Waldtage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Unterhalten Sie Ihren Besucher! Machen Sie es einfach interessant und originell. Bringen Sie die Dinge auf den Punkt und seien Sie spannend.

Kita Grashüper Holtenau e. V.

Sportkindergaten & Vorschulgruppe
Nixenweg 4
24159 Kiel

Tei. 0157 56 26 74 76 (8.00-16.00)

Öffnungzeiten

8.00-16.00 Uhr

 

 

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